Impact Days 2026: Bauwende zwischen Bestand, Innovation und neuen Lösungen
Die Impact Days 2026 finden am 18. und 19. November in Dornbirn statt. Österreichs führendes Forum für nachhaltige Gebäudesanierung macht damit nach Graz, Hallein und St. Pölten erstmals in Vorarlberg Station. Unter dem Motto „Voneinander lernen – über Regionen hinweg“ stehen zwei Tage lang konkrete Lösungen für die Transformation des Gebäudebestands im Mittelpunkt. Diskutiert wird, wie bestehende Gebäude, Quartiere und Industrieareale weiterentwickelt werden können, statt immer neu zu bauen, und welche Materialien und Technologien die Sanierung voranbringen.
Veranstaltet wird das Forum von RENOWAVE.AT gemeinsam mit dem Energieinstitut Vorarlberg (EIV) und dem Vorarlberger Architektur Institut (vai). Aktuelle Forschung trifft dabei auf Erfahrungen aus der Praxis, der Blick reicht bewusst über regionale und nationale Grenzen hinaus. Vorarlberg bietet mit seiner Nähe zu Liechtenstein, der Schweiz und Süddeutschland dafür einen passenden Ausgangspunkt.
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Impact Days 2026: Dornbirn ist Ort und Programm
Die Stadt ist nicht nur Veranstaltungsort, sondern Teil des Programms. Bürgermeister Markus Fäßler begrüßt die Teilnehmer:innen zum Auftakt. Anschließend zeigen mehrere Vorarlberger Projekte, wie bestehende Gebäude und Areale neu genutzt werden können. Erich Wutscher von der Stadt Dornbirn gibt unter dem Titel „Zirkuläre Stadtentwicklung: Altes Gemäuer, neue Identität“ Einblick in den Umgang mit Bestand. Barbara Calas-Reiberger und David Calas von studiocalas präsentieren das Beispiel der Textilfabrik. Bettina Steindl vom CampusVäre – Creative Institute Vorarlberg erläutert, wie aus industriellem Bestand neue Räume für Kreativität, Innovation und Wirtschaft entstehen. Durch beide Tage zieht sich die Frage, wie das bereits Gebaute als Ressource verstanden und zu neuen Qualitäten und Nutzungen entwickelt werden kann.
Impact Days 2026: Fünf Exkursionen vor Ort
Ein Schwerpunkt sind fünf Exkursionen, die aktuelle Lösungen und Transformationsprozesse direkt zeigen. Die Bandbreite reicht von der Weiterentwicklung eines ehemaligen Industrieareals über kreislauffähige Baustoffe und neue Wohnformen bis zur seriellen Sanierung.
Bei CampusVäre lässt sich erleben, wie Industrie- und Gebäudestrukturen durch neue Nutzungen und Kooperationen zu einem offenen Standort für Innovation und Kreativität werden. Das Unternehmen Lehm Ton Erde von Martin Rauch informiert über zeitgemäßen Lehmbau und die Möglichkeiten eines regionalen, kreislauffähigen Baustoffs. Beim OeAD-Studierendenwohnheim monu in Dornbirn geht es um die Verbindung eines denkmalgeschützten Bestands mit modularem Holzbau. Eine Werksbesichtigung bei Zumtobel gibt Einblick in einen traditionsreichen Vorarlberger Industriestandort mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft. Die fünfte Exkursion führt nach Lindenberg im Allgäu zu einem Sanierungsprojekt von renowate.earth, wo serielle Sanierung auf der Baustelle sichtbar wird. Voraussichtlich kann dort auch die Livemontage vorgefertigter Fassadenelemente beobachtet werden.
„Unsere Exkursionen zeigen direkt vor Ort, wie Sanierung und Transformation heute bereits umgesetzt werden und welche Erfahrungen sich daraus für andere Projekte mitnehmen lassen“, sagt DI Ulla Unzeitig, Vorstand und Leitung Kommunikation von RENOWAVE.AT.
Impact Days 2026: Von serieller Sanierung bis Wärmewende
Das weitere Programm setzt auf den Austausch zwischen Forschung und Praxis. Themen sind serielle und kreislauffähige Sanierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, die Wärmewende im Gebäudebestand, Quartiersentwicklung, Flächenrecycling und Nachverdichtung sowie leistbares und gemeinschaftliches Wohnen. In die Veranstaltung integriert ist das economicum, die jährliche Fachveranstaltung des Energieinstituts Vorarlberg zu Gebäuden und Energieeffizienz. Workshops, Projektpräsentationen, Diskussionsrunden, die Ausstellung „Serielle Sanierung“ und eine Mini-Messe ergänzen das Programm.
Ziel ist es, Erfahrungen und Lösungsansätze aus unterschiedlichen Regionen auszutauschen und erfolgreiche Beispiele sichtbar zu machen. Die Impulse sollen auf andere Regionen und Projekte übertragbar sein und die Umsetzung in der Praxis voranbringen.