Wie viel Kredit wollen die Österreicher:innen für ihre Immobilie?
„Die Menschen passen nicht ihre Wunschsumme an den Markt an, sondern ihr Projekt an die Wunschsumme", sagt OPTIFIN- Geschäftsführer Mario Schantl.
Zwischen West und Ost liegen 125.000 Euro : Vorarlberg fragt im Median 300.000 Euro an, das Burgenland 175.000. Wien liegt mit 250.000 Euro nur im Mittelfeld. Der Umschuldungs-Boom ebbt ab : 2024 war fast jede fünfte Anfrage eine Umschuldung, 2026 nur noch jede achte; der Kaufanteil steigt auf 71 Prozent.
Die Ergebnisse auf einen Blick
- 250.000 Euro ist Österreichs Wunschsumme: Die Hälfte aller Anfragen liegt darüber, die Hälfte darunter. Dieser mittlere Wert (Median) ist aussagekräftiger als der Durchschnitt, da er nicht durch extreme Ausreißer nach oben (z. B. Luxusimmobilien) verzerrt wird. Der Wert hält sich seit Jahren und erreicht im ersten Halbjahr 2026 mit rund 255.000 Euro den höchsten Stand der Zeitreihe.
- 125.000 Euro West-Ost-Gefälle: In Vorarlberg werden im Median 300.000 Euro angefragt, im Burgenland 175.000 Euro. Das sind 71 Prozent Unterschied.
- Der Umschuldungs-Boom ebbt ab: 2024 war fast jede fünfte Anfrage der Wunsch, einen laufenden Immobilienkredit auf bessere Konditionen umzustellen. 2026 ist es nur noch jede achte. Der Immobilienkauf kehrt mit 71 Prozent Anteil zurück.
- Eigenmittel bleiben der Knackpunkt: Rund 45 Prozent der Interessent:innen planen mit weniger als 20 Prozent Eigenmitteln; angefragt wird im Median praktisch der gesamte Kaufpreis.
1. Die Viertelmillion: Österreichs Wunschsumme
Im Median fragen Österreicher:innen eine Finanzierung über 250.000 Euro an. Diese Kennzahl definieren wir als Österreichs Wunschsumme, deren Entwicklung dieser Report künftig jährlich abbilden wird. Dahinter steckt eine breite Streuung: 17 Prozent der Anfragen liegen unter 100.000 Euro, typisch für Sanierungen und kleinere Umschuldungen. 13 Prozent fragen eine halbe Million Euro oder mehr an. Die größte Gruppe (27 Prozent) wünscht zwischen 300.000 und 500.000 Euro.
Alle Ergebnisse, Grafiken und die Methodik: Wie Österreich finanziert: Der OPTIFIN-Report 2026